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Der Heimatverein Beuthen e.V. hat sich als Ziel gesetzt, den Erhalt der denkmalgeschützten Dorfkirche zu fördern.

Nach einer Teilsanierung im Jahr 1989 wurden im Jahr 2012 Putzschäden im Sockelbereich mit Unterstützung des Kulturvereins Großbeuthen e.V. und der ev. Kirchen-gemeinde Trebbin beseitigt, um weiteres Eindringen von Feuchtigkeit ins Mauerwerk zu vermeiden. Dabei wurde festgestellt, dass das Holzfachwerk im Sockelbereich dermassen geschädigt ist, dass die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Um eine Sperrung der Kirche und ein Fortschreiten der Schäden zu vermeiden, hatte sich der Kulturverein Großbeuthen e.V. und die ev. Kirche Trebbin entschieden, ein Holzständerwerk zur Entlastung und Sicherung des Sockelbereiches zu finanzieren und einbauen zu lassen. Somit ist nun die Voraussetzung gegeben, sich um ein Konzept für die Sanierung der Dorfkirche zu kümmern.


Für diese langwierige Massnahme suchen wir hände ringend Mitstreiter zur Erarbeitung eines Konzeptes und Spenden für die Instandsetzung.



Sanierung Dorfkirche

In den Jahren 1713/14 entstand die Dorfkirche zu Großbeuthen. als Fachwerkbau mit einem dreiseitigen Chorabschluss und einem nach Osten abgewalmten Satteldach. Der Turm wurde 1847 erneuert und in Backstein ausgeführt.

Die hölzerne Muldendecke des Kirchenschiffes ist mit einem blauen Himmel, Wolken und 280 Sternen bemalt. Unterhalb des barocken Kanzelaltars, gefertigt vom Tischler Aswig Hahn aus Trebbin, befindet sich ein Abendmahl-gemälde. Hinter dem Altar ist ein Kindergrabstein ein-gemauert, der für ein Kind der Familie von Schlabrendorff gestiftet wurde.

Ursprünglich gab es drei Glocken im Turm, die zusammen geläutet den Ton G-moll ergaben. Dazu gehörte eine Glocke in Zuckerhutform aus dem 13. Jahrhundert, die aus der Kapelle der Nutheburg in Kleinbeuthen stammte. Heute hängt noch die Mittelglocke mit der Inschrift „rex veni cum pace o rex gloriae“, 100 kg schwer mit dem Ton g.

An den Brüstungen der Patronatsloge und der hinteren Empore befinden sich die Wappen der Patronatsfamilien von Goertzke und von Schlabrendorff und derer Angehöriger: von Leipzig, von Holtzendorff, von Weiher von Ribbeck, von Thümen und von (der) Gröben.


Im Kirchturm befinden sich mehrere hölzerne bemalte Borde. Sie sind dem sog. Totenkronenbrauch zuzuordnen, der vom 17. bis zum 19. Jahrhundert in Deutschland weitverbreitet war. Auf den Holzborden wurden metallene mit Bändern verzierte Totenkronen aufbewahrt, die man jungen, unverheirateten Menschen stiftete. Dem zu früh Verstorbenen wurde damit sein Recht auf Vermählung noch im Tode zugestanden.


Großbeuthen gehörte mit den Dörfern Siethen und Gröben zu einem gemeinsamen Pfarrbezirk (Parochie). Das Gröbener Kirchenbuch beginnt mit dem Jahr 1579 und ist das älteste noch existierende der Mark Brandenburg. Theodor Fontane verbrachte immer wieder Zeit in Gröben, um dieses Kirchenbuch eingängig zu studieren. Darin und in der Chronik des Pfarrers Lembke (1924) findet man auch über Großbeuthen zahlreiche Informationen.

(Kulturverein Großbeuthen)





Bei der Verleihung des Startkapitals für neu gegründete Vereine, welche den Erhalt „ihrer“ Kirche in der Vereinssatzung als Ziel haben, wurde der Heimatverein Beuthen e.V. 2014 leider nicht berücksichtigt. Vielleicht findet der Antrag im Jahr 2015 eine Anerkennung.


Freuen kann sich der Verein über eine Spende in Höhe von 650,00 €, welche beim Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. aufgrund eines Artikels über die Dorfkirche Großbeuthen im Mitteilungsblatt vom Mai 2014 eingegangen ist. Diese Spende ist zweckgebunden und wird für die Sanierung der Dorfkirche verwendet.

Ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützer.



        

        Förderkreis Alte Kirchen

         Berlin-Brandenburg e.V.


Förderkreis Alte Kirchen

Wo der Himmel samt Sternen und Wolken herabzustürzen droht…